medizinisches cannabis

Indica vs. Sativa - welche Sorte Cannabis passt zu dir?

Indica vs. Sativa - Unterschiede

Gefühlt gibt es unendlich viele Sorten Cannabis.

Dabei gehören die meisten zu den Familien Sativa und Indica.

Doch was hat es damit auf sich?

Beide Cannabis Sorten haben unterschiedliche Eigenschaften und Wirkungen auf den menschlichen Körper.

Wir stellen dir beide Sorten vor.

So kannst du herausfinden, welche der Cannabis Sorten für deinen Gebrauch am besten geeignet ist.

Was ist Cannabis Sativa?

Cannabis Sativa - der echte oder auch gewöhnliche Hanf - ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt.

Nutzhanf wird bereits seit über 8000 Jahren sowohl als Textil- und Baumaterial, wie auch als Nahrungsmittel und für den medizinischen Gebrauch verwendet.

Interessant ist vor allem die medizinische Anwendung der im Öl von Cannabis Sativa enthaltenen Stoffe.

Dazu gehören in ersten Linie THC (Tetrahydrocannabinol) und insbesondere CBD (Cannabidiol).

Zwar beinhaltet Cannabis Sativa neben den etwa 500 unterschiedlichen Wirkstoffen mindestens 113 Cannabinoide, doch insbesondere die medizinische Wirkung des Sativa-Hanfes wird durch THC und CBD bestimmt.

indica wirkung

Was ist Cannabis Indica?

Der Indische Hanf, in der Regel als Cannabis Indica bekannt, ist eine Cannabis-Art, die im alltäglichen Sprachgebrauch als Pflanze mit recht hohem THC- und CBD-Gehalt verstanden wird.

Sie wird in erster Linie zur Haschisch- und Marihuana-Gewinnung gepflanzt.

Nach botanischem Verständnis gibt es allerdings auch in der Indica-Gruppe einige Arten, welche nicht nur zur Drogen- oder Haschisch-Herstellung genutzt werden.

Stattdessen werden auch sie zur Faser- und Ölproduktion angebaut.

In unserer Beschreibung konzentrieren wir uns auf die zur Nutzung der CBD- und THC-Wirkstoffen gezüchteten Cannabis Indica Art.

Diese Wirkstoffe sind ebenso wie in Cannabis Sativa medizinisch von Bedeutung.

Unterschiede in der Wirkung von Sativa und Indica

Interessant ist, dass sowohl Cannabis Sativa als auch Cannabis Indica THC und CBD enthalten.

Allerdings wirken beide auf unterschiedliche Art und Weise.

Erfahrungen nach dem Rauchen oder anderweitiger Einnahme von Cannabis sind vielfältig.

Doch sind es besonders zwei Wirkungen, die in der Regel das Erlebnis nach dem Konsum prägen.

Man fühlt sich aufgeputscht und leicht oder beruhigt und entspannt.

Man spricht dabei auch von High oder Stoned.

indica sativa

Die Effekte von Cannabis Indica

Da das Verhältnis CBD zu THC in indischem Hanf höher ist, verspürst du hier eher ein Entspannungsgefühl, das stärkere körperbetonte, zentraldämpfende Zustände erreicht.

Die Gedanken werden ruhiger und auch muskuläre Verspannungen lassen nach.

Man spricht auch von krampflösenden, angstlösenden und entzündungshemmenden Effekten.

Es kann zu Schläfrigkeit und Benommenheit kommen.

Als eine negative Nebenwirkung kann sich Vergesslichkeit einstellen.

Gerade bei regelmäßigem hohem Konsum können Schläfrigkeit, Vergesslichkeit und Passivität zu einem Problem werden.

Es ist noch nicht abschließend wissenschaftlich geklärt, ob diese Effekte auf den höheren CBD Gehalt zurückzuführen sind.

Auch andere Inhaltsstoffe und ihre Kombination können verantwortlich sein.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Cannabis und Marihuana steckt generell noch in den Kinderschuhen.

Erst seit der vermehrten Legalisierung wird diese zunehmend weiter erforscht und gefördert.

Die Effekte von Cannabis Sativa

Wenn zwar auch wissenschaftliche Belege zur Begründung fehlen, berichten Nutzer von Cannabis Sativa häufiger von kreativen Hochgefühlen oder Motivationsschüben.

Auch Euphorie und spontane Belustigung, die sich in sogenannten Lach-Flashs äußern können, treten öfter auf.

Cannabis Sativa besitzt einen hohen THC und einen niedrigeren CBD Gehalt.

Deshalb geht man davon aus, dass das sogenannte zerebrale High auftritt und der anregende, aktivierende Rausch eine Verstärkung von Inspiration und Kreativität hervorruft.

Weitere Effekte, die damit einhergehen, sind

  • Förderung von Konzentration und Wachsamkeit
  • Übelkeitsverminderung
  • Appetitförderung
  • allgemeine Steigerung des Wohlbefindens

Allerdings werden in neueren wissenschaftlichen Studien noch mehr interessante Thesen aufgestellt.

So wird diskutiert, ob die unterschiedlichen Effekte in den verschiedenen Cannabis Sorten gar nicht so sehr vom CBD und THC Gehalt kommen, sondern eher von Terpenen.

Dazu zählen beispielsweise Myrcen bei Cannabis Indica und Limonene bei Cannabis Sativa.

cannabis sorten

Woran erkennt man den Unterschied zwischen Cannabis Indica und Sativa Pflanzen?

Cannabis Indica erscheint eher kompakt und buschig mit üppigen, schweren, stark duftenden Blüten.

Die Knospen wachsen Clusterförmig an den Sprossknoten, den Nodien, der Stammabschnitte.

Die Abstände zwischen den Knoten sind relativ kurz, woher der buschig-kompakte Wuchs zustande kommt.

Auch die Laubblätter sind breitblättriger und kürzer.

Wachsen Cannabis Sativa Pflanzen unter gleichen Bedingungen, werden sie höher und schmaler mit weniger Verzweigungen als Indica Sorten.

Hier tendieren die Blüten weniger kompakt und dicht traubenförmig entlang der Triebe zu wachsen.

Deshalb erscheinen sie zwar längs länger, besitzen aber aufgrund ihrer geringeren Dichte in getrocknetem Zustand weniger Masse.

Die Blätter sind schmaler und länger.

Auch ist der Geruch der Knospen frisch an der Pflanze oder getrocknet nicht ganz so intensiv, wie bei Cannabis Indica.

Die Blütezeiten von Indica / Sativa

Ein großer Unterschied zwischen Cannabis Indica und Cannabis Sativa ist ihre Blütedauer.

Indica Sorten stehen 45 - 60 Tage in der Blüte.

Sativa Sorten haben eine länger andauernde Blütezeit von etwa 60 - 90 Tagen, haben dadurch allerdings auch einen etwas längeren Anbauzyklus.

Die kürzere Blütezeit von Cannabis Indica erfordert mehr Nährstoffe.

Durch ihre dichte Knospenstruktur sollte ihre Schimmelanfälligkeit berücksichtigt werden.

Dafür benötigen Sativa Sorten viel Licht und höhere Temperaturen zum Wachsen.

sativa wirkung

Indica vs. Sativa - Was ist besser?

Hier lässt sich keine eindeutige Antwort geben.

Wichtig ist vor Allem, welche Wirkungen du für dich eher bevorzugst.

Wenn du lieber einen ruhigen Abend verbringen, entspannen und die Seele baumeln lassen möchtest, eignet sich vermutlich eher Cannabis Indica für dich.

Möchtest du lieber etwas erleben, kreativ oder beschwingt sein, dann bietet sich Cannabis Sativa an.

Wenn bei deiner Auswahl gegebenenfalls medizinische Gründe eine Rolle spielen, wie

  • Angstzustände
  • Verspannungen
  • Schmerzen
  • depressive Verstimmungen

Dann kannst du dich über die Anwendungen von medizinischem Hanf informieren und bestenfalls in Absprache mit deinem Arzt oder deiner Ärztin eine Entscheidung treffen.

Sich davor über die verschiedenen Effekte zu informieren ist eine gute Voraussetzung!

Was spricht dafür, medizinisches Cannabis zu verwenden?

THC und CBD spielen eine Rolle, wenn es um den Einsatz von Mediznhanf geht.

Cannabis auf Rezept gibt es seit dem 1. März 2017.

Medikamente auf Cannabis-Basis und medizinische Cannabisblüten dürfen auf einem Betäubungsmittelrezept verschrieben werden.

Die Verschreibungshöchstmenge beträgt 100.000 mg, also 100 g in 30 Tagen.

Auch die Verschreibung von Cannabissorten mit unterschiedlichen THC-Anteilen ist vorgesehen.

Deshalb können Cannabisblüten für verschiedene Indikationen verschrieben werden.

Besonders gut sind hier mehrere Faktoren:

  1. Zunächst ist die Rechtslage eindeutig und ein Konsum erfolgt vollkommen legal.

  2. Dann geschieht all dies unter ärztlicher Aufsicht und unerwünschte Nebenwirkungen oder Abhängigkeiten können vermieden werden.

  3. Zusätzlich sind die Wirkstoffmengen eindeutig und offiziell kontrolliert, sodass hier nichts dem Zufall überlassen wird.

Was natürlich vorliegen muss ist eine medizinische Indikation und die Bereitschaft deines Arztes oder deiner Ärztin, dir ein Produkt zu verschreiben.

Solltest du also nur zum Spaß hin und wieder einen Joint genießen wollen, wird medizinisches Cannabis eher keine Option für dich sein.

CBD und Terpene als mögliche Alternativen

Über CBD und Terpene, die duftenden Öle der Cannabispflanze, kannst du dich auf unserem Blog informieren.

Wir bieten Produkte rund um die unbedenklichen Wirkstoffe an, die auch als förderlich für dein Wohlbefinden gelten. 

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